* Über 7000 Menschen besuchen den diesjährigen Start Summit in der SGKB-Halle. * Zwischen internationalen Startups und Investoren, präsentiert sich auch der Kanton St.Gallen am Event. * Wir haben vor Ort einen Augenschein genommen.
Beschallt mit mystischer Filmmusik, führt ein dunkler Tunnel hinein in die grosse Halle. Oft als zu gross für die Ostschweiz kritisiert, bietet sie für diesen Grossevent mit Tausenden von Teilnehmenden den perfekten Rahmen. Auf vier Bühnen präsentieren sich Gründerinnen und Gründer, CEOs und Investoren geben Ratschläge, und im Publikum lauschen junge Menschen – darunter viele Studierende der Hochschule St.Gallen. Gesprochen wird auf dem Olma-Gelände für einmal Englisch.
An kleinen Marktständen präsentieren Gründerinnen und Gründer ihre innovativen Ideen und hoffen von einem «Business Angel» entdeckt zu werden. Eines haben die meisten Ideen gemeinsam: Alles ist «AI powered». Künstliche Intelligenz ist omnipräsent. Doch von aussen ist mitunter schwer erkennbar, was nur dick aufgetragenes Marketing ist und wo wirklich echte Innovation drinsteckt.
Ein paar Beispiele für spannende Startups am Summit:
• Satellites on Fire will mit Hilfe von Satelliten und künstlicher Intelligenz Buschfeuer schneller erkennen.
• Elysia Solutions verspricht über eine App, die Lebensdauer von uns Menschen zu verlängern, mit Tipps einer KI.
• Josepha gibt Ratschläge beim Kauf von Produkten. Natürlich mit Hilfe von KI.
• Avientus liefert Pakete mit einer Drohne von A nach B. Noch gilt es regulatorische Einschränkungen aus dem Weg zu räumen.
• Prefiro hat eine Erntemaschine entwickelt, die dank künstlicher Intelligenz nur reife Spargeln erntet.
• Tethys Robotics hat ein autonomes U-Boot entwickelt, das Schäden an Unterseekabeln untersuchen kann.
St.Gallen zeigt sich der Gründerszene
Ein paar Meter weiter steigt ein bekannter Duft in die Nase. St.Galler Bratwürste. In einer eigenen Arena haben sich unter der Schirmherrschaft der Standortförderung St.Gallen Ostschweizer Unternehmen, die Fachhochschule Ost und der Innovationspark Ost versammelt und geben diesem internationalen Anlass eine heimische Note. Genau das sei das Ziel, sagt Samuel Zuberbühler, Leiter der Standortförderung St.Gallen: «Die Szene ist so international ausgerichtet, dass man die Region hier gar nicht so wahrnimmt. Dem wollen wir mit unserem Auftritt entgegenwirken.»
Auch Regierungsrat Marc Mächler macht sich vor Ort ein Bild: «Wir sind echt stolz, was die HSG-Studierenden in den letzten Jahren mit diesem Event auf die Beine gestellt haben.» Man wolle sich als innovative Region der Startup-Szene zeigen, betont Mächler. Der Kanton unterstützt den Anlass jährlich mit 290’000 Franken.
34-Stunden-Reise für einen 3-Minuten-Pitch
Auf deutlich mehr Geld hoffen junge Gründerinnen und Gründer, die sich am Summit präsentieren und, wenn nicht auf der grossen Bühne, dann an kleinen Tischen Investoren ihre Ideen erklären. Von weit her angereist ist auch Sophie Defauw. Von San Francisco über einen Zwischenstopp in Spanien ist sie nach St.Gallen gereist, um in nur 3 Minuten ihr Produkt auf der «Pitching Stage» einer Jury zu präsentieren. Die ehemalige Spitzensportlerin hat ein Messgerät entwickelt, das die Muskelströme von Athleten misst und Alarm schlägt, bevor diese sich beim Sport verletzen. «Ich habe hier eine volle Agenda, ein Gespräch nach dem anderen.» Am Samstag geht es weiter in Richtung Asien. So sei das Leben als Gründerin. «Du musst dich überall zeigen, sonst kriegst du keine Chance.»
Währenddessen füllen sich die Stühle vor der Hauptbühne. «From Student to Silicon Valley Investor» lautet der verheissungsvolle Titel des Vortrags. Die mehrheitlich jungen Zuhörenden lauschen gebannt den Worten von Matt Cohler, amerikanischer Risikokapitalgeber. Entrepreneur sei man im besten Fall unfreiwillig. «Du musst getrieben davon sein, ein echtes Problem lösen zu wollen.»
Am Start Summit in St.Gallen werden hunderte solcher Ideen präsentiert, die grosse Probleme lösen. Den Durchbruch schaffen werden nur ganz wenige. So funktioniert die Tech-Welt. Schnell wachsen oder schnell scheitern. Mitten in der Halle wird ein gut gebauter Mann von einem sich drehenden Einhorn geworfen. Für zwei Tage weht ein Hauch von Silicon Valley durch das Olma-Areal in St.Gallen.
* Die dreitägige Gastia 2025 verzeichnete über 160 Aussteller (plus 6 Prozent) und mehr als 8500 Fachbesucherinnen und -besucher. * Den Schwerpunkt der dritten Auflage bildeten nachhaltigkeitskonzepte und die Nachwuchsförderung. * Veranstaltungsort war die Olma Messen St.Gallen.
* Das aktuelle Magazin «Für den Thurgau» der Thurgauer Kantonalbank thematisiert Online-Betrügereien. * Im Beitrag werden Tipps zur Abwehr gegeben. * Angeboten wird auch ein Gratis-Kompakt-Seminar «Online-Sicherheit» für Private am Hauptsitz in Weinfelden am 21. Mai und am 10. Juni, jeweils um 18 Uhr.
* Das WirtschaftsPortalOst (WPO), die Standortförderung der Region Wil, lädt zum «WPO-Impuls 2025» ein. * Am 11. September zeichnet das WPO zum fünften Mal die beste Innovation der Region aus. * Unternehmen aus der WPO-Region (Hinterthurgau, Unteres Toggenburg, Wil, Uzwil) können sich bis 30. April online anmelden.